Außen leicht knusprig, innen weich und mit einem angenehm nussigen Aroma: Buchweizen-Pancakes bringen Abwechslung auf den Frühstückstisch. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept mit Buttermilch, erkläre die wichtigsten Kniffe für einen lockeren Teig und gebe dir Ideen für süße sowie herzhafte Varianten.
So werden Buchweizen-Pancakes aromatisch und locker
- 150 g Buchweizenmehl ergeben mit Buttermilch einen aromatischen, nicht zu schweren Teig.
- Eine Ruhezeit von 10 bis 15 Minuten verbessert die Konsistenz deutlich.
- Für luftige Pancakes sorgen Backpulver und etwas Natron in Verbindung mit der Buttermilch.
- Die Pfanne sollte gut vorgeheizt, aber nicht zu heiß sein.
- Das Rezept lässt sich süß mit Beeren oder herzhaft mit Kräuterquark servieren.

Das Grundrezept für lockere Buchweizen-Pancakes
Ich backe diese kleinen Pfannkuchen am liebsten mit reinem Buchweizenmehl. Dadurch schmecken sie kräftiger als klassische Weizenpancakes und bekommen eine leicht erdige, nussige Note. Die Buttermilch hält den Teig saftig und reagiert mit dem Natron, sodass die Pancakes trotz des glutenfreien Mehls angenehm locker werden.
Zutaten für etwa eight Pancakes
- 150 g Buchweizenmehl
- 1 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 1 EL Zucker oder Ahornsirup für eine süße Variante
- 2 Eier, Größe M
- 250 ml Buttermilch
- 30 g geschmolzene Butter oder 2 EL neutrales Öl
- etwas Butter oder Öl zum Ausbacken
Bei der Mengenangabe ist mir ein Punkt wichtig: Der Teig soll dickflüssig vom Löffel laufen, aber nicht wie fester Kuchenteig stehen. Je nach Mehl und Größe der Eier kann deshalb ein zusätzlicher Esslöffel Buttermilch nötig sein.
Zubereitung in wenigen Schritten
- Buchweizenmehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen.
- Eier, Buttermilch und die abgekühlte Butter in einer zweiten Schüssel verrühren.
- Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und nur so lange rühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Kleine Klümpchen sind kein Problem.
- Den Teig 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Das Mehl quillt nach und die Pancakes lassen sich anschließend besser wenden.
- Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze vorheizen und dünn fetten.
- Pro Pancake etwa zwei Esslöffel Teig in die Pfanne geben. Sobald sich Bläschen bilden und die Ränder trocken wirken, wenden.
- Die zweite Seite noch etwa eine Minute goldbraun backen.
Ich backe lieber mehrere kleine Pancakes als wenige große. Sie lassen sich leichter wenden, garen gleichmäßiger und bekommen mehr knusprige Ränder. Rechne pro Seite ungefähr mit 2 bis 3 Minuten, wobei die genaue Zeit von Pfanne und Herd abhängt.
Warum der Teig manchmal kompakt bleibt
Buchweizenmehl enthält kein Gluten. Das ist für viele Menschen ein Vorteil, bedeutet beim Backen aber auch, dass dem Teig ein natürlicher Strukturgeber fehlt. Deshalb werden reine Buchweizen-Pancakes bei zu langem Rühren oder zu wenig Flüssigkeit schnell fest.
Die häufigsten Fehler
- Zu lange gerührt: Sobald die Zutaten verbunden sind, sollte der Schneebesen weggelegt werden. Übermäßiges Rühren macht den Teig nicht glatter, sondern eher zäh.
- Pfanne zu heiß: Buchweizen bräunt relativ schnell. Werden die Pancakes außen dunkel, bevor die Mitte fest ist, die Temperatur deutlich reduzieren.
- Teig zu dick: Ein bis zwei Esslöffel Buttermilch schaffen oft schon Abhilfe. Besonders Vollkorn-Buchweizenmehl bindet viel Flüssigkeit.
- Zu früh gewendet: Erst wenden, wenn die Oberfläche Blasen zeigt und der Rand nicht mehr glänzt. Sonst kann der Pancake reißen.
- Zu wenig Ruhezeit: Direkt nach dem Verrühren wirkt der Teig häufig dünner als später. Die kurze Pause verbessert die Verarbeitung spürbar.
Ein kleiner Trick aus meiner Küche ist, den ersten Pancake als Teststück zu betrachten. Ist er zu dunkel, stelle ich den Herd niedriger. Läuft der Teig stark auseinander, gebe ich einen Esslöffel Mehl dazu. So muss nicht gleich die ganze Portion korrigiert werden.
Buttermilch, Milch oder pflanzliche Alternativen
Buttermilch ist meine erste Wahl, weil sie für mehr Aroma und eine lockere Krume sorgt. Mit normaler Milch gelingt das Rezept ebenfalls, dann würde ich zusätzlich einen kleinen Spritzer Zitronensaft oder Essig verwenden, damit das Natron ausreichend reagieren kann.
| Flüssigkeit | Ergebnis | Geeignet für |
|---|---|---|
| Buttermilch | Locker, leicht säuerlich und aromatisch | Das klassische Grundrezept |
| Milch | Milder und etwas weniger fluffig | Wenn keine Buttermilch vorhanden ist |
| Hafer- oder Sojadrink | Je nach Produkt etwas dünner oder süßer | Milchfreie Varianten |
Süße und herzhafte Ideen für den Teller
Der kräftige Geschmack des Buchweizens verträgt deutlich mehr als nur Ahornsirup. Für ein süßes Frühstück mag ich warme Beeren, Joghurt und geröstete Nüsse. Die Säure von Himbeeren oder Johannisbeeren bringt dabei einen schönen Ausgleich zum nussigen Teig.
- Beeren und Joghurt: mit etwas Honig oder Ahornsirup servieren. Das wirkt frisch und nicht zu schwer.
- Apfel und Zimt: Apfelwürfel kurz in Butter braten und mit Zimt auf die Pancakes geben.
- Banane und Nussmus: besonders sättigend, aber auch deutlich süßer. Hier kann der Zucker im Teig entfallen.
- Quark und Kompott: eine gute Möglichkeit, übriges Obst aus dem Vorrat zu verwenden.
Für eine herzhafte Version lasse ich den Zucker weg und gebe Pfeffer, Kräuter oder eine Prise geräuchertes Paprikapulver in den Teig. Dazu passen Kräuterquark, gebratene Pilze, Frischkäse oder ein pochiertes Ei. Die Pancakes werden dann zu einer schnellen Mahlzeit und nicht nur zu einem Frühstück.
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Zutaten direkt im Teig variieren
Fein geriebene Karotte, Frühlingszwiebeln oder gehackte Kräuter funktionieren gut. Bei feuchten Zutaten solltest du sparsam sein, sonst wird die Mitte schwer und braucht zu lange zum Garen. Ich würde zunächst höchstens 50 g zusätzliche Einlage auf die Grundmenge geben.
Auch eine Mischung aus Buchweizen- und Hafermehl ist möglich. Sie schmeckt milder und wird etwas weicher, verliert aber den charakteristischen Buchweizengeschmack. Wer empfindlich auf Gluten reagiert, sollte bei Hafer auf ein ausdrücklich glutenfreies Produkt achten.
Welches Buchweizenmehl passt am besten
Helles Buchweizenmehl ergibt einen milderen Teig und eignet sich gut für süße Pancakes. Vollkornmehl schmeckt intensiver, nimmt aber mehr Flüssigkeit auf und macht die Pancakes etwas rustikaler. Ich mische beide Sorten gern im Verhältnis 2 zu 1, wenn der Geschmack kräftig, die Textur aber trotzdem zart bleiben soll.
| Mehlsorte | Geschmack | Was du beachten solltest |
|---|---|---|
| Helles Buchweizenmehl | Mild und fein | Ideal für süße Pancakes |
| Buchweizen-Vollkornmehl | Kräftig und nussig | Bei Bedarf mehr Flüssigkeit einplanen |
| Mischung mit Hafermehl | Milder und weicher | Nur bei Bedarf glutenfreie Qualität wählen |
Buchweizen ist botanisch kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide und von Natur aus glutenfrei. Für Menschen mit Zöliakie reicht diese Information allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist, dass das Mehl als glutenfrei gekennzeichnet ist und nicht durch Verarbeitung oder Lagerung verunreinigt wurde.
Pancakes vorbereiten, aufbewahren und einfrieren
Frisch aus der Pfanne schmecken sie am besten, aber die Zubereitung lässt sich gut planen. Übrig gebliebene Pancakes halten sich abgekühlt in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank ungefähr 2 Tage. Zum Aufwärmen eignen sich Toaster, Pfanne oder Backofen besser als die Mikrowelle, weil die Ränder sonst weich werden.
Zum Einfrieren lege ich die vollständig ausgekühlten Pancakes mit kleinen Stückchen Backpapier dazwischen in einen Gefrierbeutel. So lassen sie sich einzeln entnehmen und direkt im Toaster oder in der Pfanne erwärmen. Für ein schnelles Frühstück ist das deutlich praktischer, als jedes Mal neuen Teig anzurühren.
Den rohen Teig würde ich dagegen nicht lange aufbewahren. Backpulver und Natron verlieren mit der Zeit an Triebkraft, außerdem verändert sich die Konsistenz. Besser ist es, die Pancakes fertig zu backen und anschließend portionsweise einzufrieren.
Der beste Start für deine eigene Buchweizen-Variante
Wenn du zum ersten Mal mit Buchweizenmehl backst, halte die Grundmischung zunächst schlicht. Buttermilch, Eier, etwas Triebmittel und eine gut regulierte Pfanne machen mehr aus als viele zusätzliche Zutaten.
Danach kannst du dich langsam an Varianten herantasten: weniger Zucker für eine herzhafte Version, Vollkornmehl für mehr Biss oder saisonales Obst als Belag. Für mich liegt der Reiz dieser Pancakes genau darin, dass sie mit wenigen Vorratszutaten funktionieren und trotzdem jedes Mal etwas anders schmecken können.