Mayonnaise selber machen mit dem Stabmixer

28. September 2026

Öl wird in ein Glas mit Eigelb und einem Stabmixer gegossen. So einfach gelingt mayonnaise selber machen.

Inhaltsverzeichnis

Eine selbst gemachte Mayonnaise steht in wenigen Minuten auf dem Tisch, schmeckt frischer als viele Fertigprodukte und lässt sich genau auf den eigenen Geschmack abstimmen. Wer Mayonnaise selber machen möchte, braucht nur Ei, Öl, Senf und etwas Säure. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept, die richtige Technik mit dem Stabmixer, Rettung bei geronnener Sauce sowie wichtige Hinweise zur Aufbewahrung.

Cremige Mayonnaise gelingt mit wenigen Handgriffen

  • Grundmenge: 1 Ei, 200 ml neutrales Öl, Senf, Zitronensaft und Salz.
  • Wichtigster Trick: Ein hohes, schmales Gefäß verwenden und den Stabmixer zunächst am Boden halten.
  • Geschmack: Rapsöl oder Sonnenblumenöl schmecken mild, Olivenöl deutlich kräftiger.
  • Aufbewahrung: Mit rohem Ei sofort kalt stellen und innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbrauchen.
  • Geronnene Mayo: Oft lässt sie sich mit einem neuen Eigelb oder etwas Wasser retten.

Öl wird in ein Glas mit Eigelb und einem Stabmixer gegossen, um Mayonnaise selber zu machen.

Das Grundrezept gelingt mit wenigen Zutaten

Für etwa 250 ml Mayonnaise verwende ich ein frisches Ei, 200 ml geschmacksneutrales Öl, einen Teelöffel mittelscharfen Senf, einen Esslöffel Zitronensaft oder milden Essig sowie einen halben Teelöffel Salz. Das Ei und der Senf sollten möglichst dieselbe Temperatur wie das Öl haben. Ich nehme sie deshalb etwa 20 bis 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, lasse sie aber nicht unnötig lange warm stehen.

Zutat Menge Funktion
Ei 1 Stück Bindet Öl und Flüssigkeit
Raps- oder Sonnenblumenöl 200 ml Sorgt für Volumen und Cremigkeit
Senf 1 TL Würzt und unterstützt die Emulsion
Zitronensaft oder Essig 1 EL Bringt Frische und leichte Säure
Salz 1/2 TL Rundet den Geschmack ab

Beim Öl empfehle ich für den Anfang Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Extra natives Olivenöl kann eine bittere oder sehr intensive Note entwickeln, besonders wenn es kräftig aufgeschlagen wird. Ein mildes Olivenöl funktioniert dagegen gut, wenn die Mayonnaise mediterraner schmecken soll.

Die Zubereitung mit dem Stabmixer

  1. Ei, Senf, Zitronensaft und Salz in ein hohes, schmales Gefäß geben.
  2. Das Öl langsam daraufgießen. Es muss nicht vorsichtig tröpfeln, sollte aber gleichmäßig einlaufen.
  3. Den Stabmixer senkrecht bis auf den Boden stellen und dort einschalten.
  4. Den Mixer etwa 10 bis 15 Sekunden ruhig halten, bis am Boden eine helle, dicke Creme entsteht.
  5. Den Stabmixer langsam nach oben ziehen und die restliche Flüssigkeit einarbeiten.
  6. Zum Schluss abschmecken und bei Bedarf mit etwas Zitronensaft, Salz oder Wasser korrigieren.

Die Mayonnaise ist fertig, sobald sie glänzend, dick und gleichmäßig aussieht. Das dauert meist weniger als eine Minute. Ein zu weiter Behälter erschwert die Emulsion, weil der Mixerkopf das Öl und Ei nicht konzentriert genug erfasst.

Darum entscheidet die Emulsion über die Konsistenz

Mayonnaise ist eine Emulsion. Dabei werden winzige Öltröpfchen gleichmäßig in einer wässrigen Phase verteilt. Das Lecithin aus dem Eigelb hilft beim Binden, während Senf und Säure die Mischung zusätzlich stabilisieren.

Der häufigste Fehler ist nicht das Rezept, sondern die Bewegung des Mixers. Wird er sofort im Gefäß herumgeführt oder zu früh angehoben, gelangt zu viel Öl auf einmal in die Ei-Säure-Mischung. Ich lasse den Stabmixer deshalb bewusst erst am Boden arbeiten und ziehe ihn erst nach oben, wenn dort sichtbar eine feste Creme entstanden ist.

Wer lieber mit dem Schneebesen arbeitet, sollte zunächst nur das Eigelb mit Senf und Säure verrühren. Das Öl wird anschließend zuerst tropfenweise, später in einem sehr dünnen Strahl eingearbeitet. Diese Methode braucht mehr Geduld, belohnt aber mit guter Kontrolle über die Konsistenz.

Wenn die Mayonnaise gerinnt, lässt sie sich oft retten

Eine geronnene Mayonnaise wirkt flüssig, ölig oder flockig. Das bedeutet meist, dass sich Öl und Ei nicht mehr miteinander verbinden. Wegwerfen muss ich sie deshalb nicht sofort, denn in vielen Fällen lässt sich die Mischung noch stabilisieren.

Rettung mit Eigelb

Ein frisches Eigelb in ein sauberes Gefäß geben und die geronnene Sauce zunächst teelöffelweise unterrühren. Sobald die Masse wieder dicker wird, kann die restliche Mayonnaise langsam dazukommen. Diese Methode ist besonders zuverlässig, wenn deutlich Öl ausgetreten ist.

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Rettung mit Wasser

Bei einer nur leicht instabilen Sauce reichen oft ein bis zwei Teelöffel lauwarmes Wasser. Ich gebe das Wasser in ein neues Gefäß und mixe die geronnene Mayonnaise nach und nach hinein. Das klingt unspektakulär, funktioniert aber erstaunlich gut, wenn die Sauce nur etwas zu fest oder ungleichmäßig geworden ist.

Wird die Mayonnaise bitter, riecht ungewöhnlich oder stand sie längere Zeit warm, sollte sie nicht mehr gerettet werden. Lebensmittelsicherheit geht vor, besonders bei Zubereitungen mit rohem Ei.

Mit diesen Varianten passt sie zu jedem Gericht

Das Grundrezept ist eine neutrale Basis für Pommes, Sandwiches, Kartoffelsalat und Burger. Ich würze die Sauce lieber erst nach dem Emulgieren, weil sich Salz, Säure und Gewürze dann genauer dosieren lassen.

Variante Zusätze Passt besonders gut zu
Knoblauch-Mayonnaise 1 kleine geriebene Knoblauchzehe Ofenkartoffeln, Grillgemüse, Brot
Kräuter-Mayonnaise 1 EL Petersilie, Schnittlauch oder Estragon Fisch, Spargel, Kartoffeln
Remouladen-Art Gewürzgurke, Kapern, Kräuter und etwas Joghurt Backfisch, Roastbeef, Sandwiches
Scharfe Mayonnaise Chili, Sriracha oder Cayennepfeffer Burger, Wraps, Süßkartoffelpommes
Ei-freie Variante Aquafaba oder Sojadrink als Basis Vegane Salate und Dips

Bei Knoblauch gebe ich lieber zunächst wenig dazu. Sein Aroma zieht im Kühlschrank nach und wird oft kräftiger, als es direkt nach dem Mixen wirkt. Für eine leichtere Sauce kann ich außerdem ein bis zwei Esslöffel Naturjoghurt unterheben. Dadurch wird sie milder, aber auch etwas weniger stabil.

Rohes Ei verlangt kurze Wege und gute Kühlung

Selbst gemachte Mayonnaise mit rohem Ei ist nicht so lange haltbar wie ein industrielles Produkt. Ich fülle sie direkt nach der Zubereitung in ein sauberes, verschließbares Glas und stelle sie in den Kühlschrank, idealerweise bei etwa 2 bis 6 Grad Celsius.

Für den privaten Haushalt halte ich eine Lagerzeit von höchstens 1 bis 2 Tagen für sinnvoll. Die Sauce sollte nicht lange auf dem Buffet stehen und nicht mit einem bereits benutzten Löffel ins Glas zurückgefüllt werden. Für Schwangere, kleine Kinder, ältere oder immungeschwächte Personen ist eine Variante mit pasteurisiertem Ei die vorsichtigere Wahl.

Am besten bereite ich nur so viel zu, wie tatsächlich gebraucht wird. Die Zutaten kosten wenig, die Zubereitung dauert kaum fünf Minuten und eine kleine frische Portion schmeckt meist besser als ein großes Glas, das mehrere Tage geöffnet im Kühlschrank steht.

Frisch gemixt schmeckt sie am besten

Mit einem schmalen Gefäß, Zutaten mit ähnlicher Temperatur und einem ruhigen Start am Boden gelingt die Sauce sehr zuverlässig. Für den mildesten Geschmack greife ich zu Rapsöl, für eine kräftigere Note zu gutem Olivenöl und für Salate ergänze ich die fertige Mayonnaise mit etwas Joghurt oder Kräutern.

Mein wichtigster Rat ist, beim ersten Versuch nicht zu viel auf einmal zu verändern. Erst das Grundrezept stabil zubereiten, dann Säure, Salz und Gewürze anpassen. So entsteht eine cremige, frische Sauce, die sich leicht auf Pommes, Salate, Sandwiches und viele hausgemachte Gerichte abstimmen lässt.

Häufig gestellte Fragen

Für etwa 250 ml Mayonnaise brauchst du 1 Ei, 200 ml Raps- oder Sonnenblumenöl, 1 Teelöffel Senf, 1 Esslöffel Zitronensaft oder milden Essig und 1/2 Teelöffel Salz. Ei, Senf und Öl sollten möglichst dieselbe Temperatur haben.

Im hohen, schmalen Gefäß verbindet der Mixer zunächst Ei, Säure und Öl am Boden. Halte ihn dort etwa 10 bis 15 Sekunden ruhig, bis eine helle, dicke Creme entsteht, und ziehe ihn erst danach langsam nach oben. So wird die Emulsion stabil.

Bei deutlich geronnener Sauce gibst du ein frisches Eigelb in ein sauberes Gefäß und rührst die Mayonnaise zuerst teelöffelweise unter. Bei einer nur leicht instabilen Sauce können 1 bis 2 Teelöffel lauwarmes Wasser helfen, in das du die Mayonnaise nach und nach einarbeitest.

Fülle sie direkt in ein sauberes, verschließbares Glas und lagere sie bei etwa 2 bis 6 Grad Celsius im Kühlschrank. Verbrauche sie innerhalb von höchstens 1 bis 2 Tagen und lasse sie nicht längere Zeit warm stehen. Für empfindliche Personen ist pasteurisiertes Ei die vorsichtigere Wahl.

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Jana Lutz

Jana Lutz

Mein Name ist Jana Lutz, und ich bringe acht Jahre Erfahrung im Bereich hausgemachte Delikatessen, Vorratshaltung und Fermentation mit. Meine Leidenschaft für die Zubereitung von Lebensmitteln und die Kunst der Konservierung begann in meiner Kindheit, als ich oft mit meiner Großmutter in der Küche stand. Es fasziniert mich, wie wir durch Fermentation und richtige Vorratshaltung nicht nur den Geschmack unserer Speisen intensivieren, sondern auch die Haltbarkeit verlängern können. In meinen Beiträgen teile ich mein Wissen über verschiedene Fermentationsmethoden, die besten Techniken zur Vorratshaltung und kreative Rezepte, die einfach umzusetzen sind. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren, sodass auch Einsteiger sich leicht zurechtfinden. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Ansätze und halte mich über aktuelle Trends auf dem Laufenden, um sicherzustellen, dass meine Leser stets die besten und aktuellsten Informationen erhalten.

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