Zu Backfisch, Roastbeef oder gekochten Eiern gehört für mich eine cremige Remoulade einfach dazu. Dieses Remoulade-Rezept zeigt, wie die kalte Sauce mit Mayonnaise, Kräutern, Gurken und Kapern in wenigen Minuten gelingt, welche Zutaten wirklich Geschmack bringen und wie du Konsistenz und Würze an deinen Anlass anpasst.
Eine würzige Remoulade steht und fällt mit frischen Zutaten
- Basis: Mayonnaise, saure Sahne oder Joghurt sorgen für die cremige Konsistenz.
- Aroma: Cornichons, Kapern, Senf und frische Kräuter geben der Sauce ihren typischen Geschmack.
- Zeit: Nach etwa 10 Minuten ist die Remoulade fertig, nach 30 Minuten Durchziehen schmeckt sie noch runder.
- Haltbarkeit: Gut gekühlt hält sie sich mit gekaufter Mayonnaise etwa 2 bis 3 Tage.
- Verwendung: Sie passt besonders gut zu Fisch, Kartoffeln, Roastbeef, Sandwiches und kalten Platten.

Mein klassisches Rezept für cremige Remoulade
Für eine Schale mit etwa 250 bis 300 Gramm Remoulade verwende ich eine fertige Mayonnaise als zuverlässige Basis. So gelingt die Sauce schnell und bleibt stabil, während die frischen Zutaten für den hausgemachten Charakter sorgen.
Zutaten für 4 bis 6 Portionen
- 200 g Mayonnaise
- 50 g saure Sahne oder Schmand
- 2 kleine Cornichons
- 1 EL Kapern
- 1 kleine Schalotte
- 1 hart gekochtes Ei
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 EL fein gehackte Petersilie
- 1 EL fein geschnittener Schnittlauch
- 1 TL Estragon, frisch oder getrocknet
- 1 bis 2 TL Gurkenwasser
- Salz und schwarzer Pfeffer
- optional 1 TL Zitronensaft
Zubereitung in wenigen Schritten
- Die Cornichons, Kapern, Schalotte und das gekochte Ei sehr fein hacken. Je kleiner die Würfel, desto gleichmäßiger verteilt sich das Aroma.
- Mayonnaise, saure Sahne und Senf in einer Schüssel glatt rühren.
- Die gehackten Zutaten und Kräuter unterheben. Dabei nicht zu kräftig rühren, damit die Remoulade cremig bleibt.
- Mit Gurkenwasser, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Sauce abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
Ich hacke die Einlagen lieber mit dem Messer als in der Küchenmaschine. So bleibt ein leichter Biss erhalten und die Sauce wirkt nicht wie eine völlig glatte Mayonnaise. Falls sie zu dick gerät, helfen ein bis zwei Teelöffel Gurkenwasser besser als zusätzliche Flüssigkeit.
Welche Zutaten den Geschmack wirklich bestimmen
Die Mayonnaise liefert Fett und Bindung, aber sie allein macht noch keine gute Remoulade. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Säure, Kräutern und würzigen Einlagen. Genau hier kannst du die Sauce an deinen Geschmack anpassen.
| Zutat | Wirkung | Geeignete Anpassung |
|---|---|---|
| Cornichons | Bringen Säure, Süße und knackige Stückchen | Für eine mildere Sauce Gewürzgurken verwenden |
| Kapern | Liefern salzige, leicht herbe Würze | Bei empfindlichem Geschmack auf 1 TL reduzieren |
| Senf | Gibt Schärfe und unterstützt die Bindung | Dijon-Senf für mehr Tiefe, süßer Senf für eine mildere Variante |
| Kräuter | Sorgen für Frische und ein klares Aroma | Petersilie und Schnittlauch als Grundmischung verwenden |
| Ei | Macht die Sauce herzhafter und klassischer | Für eine leichtere Version weglassen |
Beim Estragon bin ich zurückhaltend, denn sein Aroma kann schnell dominieren. Für Fisch darf die Remoulade etwas zitroniger und kräuterbetonter sein, zu Roastbeef schmeckt sie mir mit mehr Senf und Kapern deutlich besser.
So passt du die Remoulade an deinen Anlass an
Leichte Remoulade mit Joghurt
Für eine frischere und weniger schwere Sauce ersetzt du die Hälfte der Mayonnaise durch Naturjoghurt mit 3,5 Prozent Fett. Das Ergebnis passt gut zu Ofenkartoffeln, Rohkost und gegrilltem Fisch, ist aber etwas flüssiger und weniger lange haltbar.
Dänisch inspirierte Variante
Für eine kräftigere, leicht süßliche Version kannst du fein gehackte Mixed Pickles, eine Prise Zucker und etwas Kurkuma ergänzen. Diese Variante passt besonders gut zu Fischbrötchen, Pommes und geräucherter Forelle. Kurkuma färbt die Sauce gelb, bringt aber nur wenig Eigengeschmack mit.
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Remoulade ohne Ei
Wenn du auf Ei verzichten möchtest, lässt du das gekochte Ei einfach weg und verwendest eine eifreie Mayonnaise. Ein kleiner Löffel fein geriebener Apfel oder zusätzliche Cornichons geben der Sauce trotzdem Struktur und Frische.
Eine vegane Version gelingt ebenfalls mit veganer Mayonnaise und pflanzlichem Joghurt. Ich würde dabei eher sparsam mit dem Joghurt umgehen, weil die Sauce sonst schnell zu dünn wird. Ein Verhältnis von zwei Teilen Mayonnaise zu einem Teil Joghurt funktioniert in der Praxis meist gut.
Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung
Der häufigste Fehler ist eine zu grobe oder zu große Menge an Einlagen. Große Gurken- und Zwiebelstücke machen die Sauce ungleichmäßig und lassen sie schneller wässrig wirken. Fein gehackte Zutaten verteilen sich besser und geben bei jedem Bissen ein ausgewogenes Aroma.
- Zu viel Gurkenwasser: Erst wenige Tropfen oder einen halben Teelöffel einrühren und danach nachwürzen.
- Zu wenig Ruhezeit: Direkt nach dem Mischen schmeckt die Sauce oft flach. Nach 30 Minuten verbinden sich die Aromen deutlich besser.
- Zu warme Zutaten: Die Remoulade sollte nach der Zubereitung sofort gekühlt werden, besonders wenn Ei enthalten ist.
- Überwürzen: Kapern, Senf und Gurken bringen bereits viel Salz und Säure mit. Deshalb erst am Ende salzen.
- Zu fettige Konsistenz: Saure Sahne oder Joghurt können die Sauce abrunden, ohne dass du große Mengen Mayonnaise benötigst.
Falls die Remoulade zu sauer geworden ist, hilft ein halber Teelöffel Mayonnaise oder eine kleine Prise Zucker. Ist sie dagegen zu mild, bringen ein paar Tropfen Zitronensaft, zusätzlicher Senf oder eine fein gehackte Kapere schnell mehr Spannung.
Was dazu besonders gut schmeckt
Der Klassiker ist natürlich paniertes oder gebratenes Fischfilet. Die kühle, säuerliche Sauce gleicht die knusprige Hülle und das herzhafte Fett angenehm aus. Auch zu Backfisch, Fischstäbchen und Calamari funktioniert sie zuverlässig.
Darüber hinaus serviere ich sie gern zu Bratkartoffeln, gekochten Eiern und Roastbeef. Auf einem Sandwich ersetzt sie Butter oder andere Aufstriche und passt besonders gut zu Salat, Räucherfisch und dünn geschnittenem Gemüse.
- zu Backfisch und Fischbrötchen
- zu Bratkartoffeln und Kartoffelspalten
- zu Roastbeef und kaltem Braten
- zu gekochten Eiern und kalten Platten
- als Dip für Gurken, Möhren und Paprika
Für ein kaltes Buffet fülle ich die Remoulade in eine kleine Schale und stelle sie erst kurz vor dem Servieren heraus. Bei Raumtemperatur sollte sie nicht länger als zwei Stunden stehen, an warmen Tagen entsprechend kürzer.
So bleibt die Sauce frisch und aromatisch
Bewahre die Remoulade in einem sauberen, gut verschlossenen Glas im Kühlschrank auf. Mit gekaufter Mayonnaise ist sie in der Regel zwei bis drei Tage haltbar. Enthält sie selbst gemachte Mayonnaise mit rohem Ei, solltest du sie möglichst am selben Tag verzehren.
Vor dem Servieren einmal kurz umrühren. Wenn sich etwas Flüssigkeit abgesetzt hat, ist das meist kein Problem. Bei auffälligem Geruch, einer ungewöhnlichen Verfärbung oder deutlich verändertem Geschmack gehört die Sauce jedoch entsorgt.
Mein wichtigster Tipp bleibt schlicht: Bereite lieber eine kleinere Menge frisch zu und würze sie zunächst vorsichtig. Eine gute Remoulade braucht keine lange Zutatenliste, sondern eine cremige Basis, fein gehackte Einlagen, frische Kräuter und etwas Zeit zum Durchziehen.